Mit gutem Baumanagement gegen Kostenexplosion

Woran liegt es, dass die Kosten bei Großbaustellen häufig aus dem Ruder laufen? Boris Matisic im Gespräch mit dem immobilienreport münchen.

Großbaustellen kommen immer wieder in negative Schlagzeilen, wenn die Kosten in ungeahnte Höhen steigen. Woran liegt das und wie ist das zu vermeiden? Elbphilharmonie und Berliner Flughafen stehen synonym für Geldverschwendung. Bürgerinnen und Bürger reagieren heute wesentlich sensibler als früher auf solche Meldungen und mischen sich ein.

Ist das, was gebaut wird auch das, was geplant wurde? Die Öffentlichkeit erfährt häufig nichts von den Planänderungen der Bauherrn, welche eine Kostensteigerung verursachen. Oft ist der Preis - politisch motiviert - erst einmal möglichst niedrig angesetzt. Dann wird gebaut und die Kosten explodieren.

Gutes Baumanagement hilft

Wie Boris Matisic, GF der Gassmann + Grossmann Baumanagement GmbH (g²), im Gespräch mit Ulrich Lohrer vom immobilienreport münchen deutlich macht, muss das nicht sein. Eine mit den Beteiligten abgestimmte Vorplanung reduziert das Kostenrisiko. Privaten Auftraggebern ist aus wirtschaftlichem Interesse sehr daran gelegen, hier jemand an der Hand zu haben, der für sie das Baumanagement übernimmt und die Kosten kontrolliert. Durch das integrale Baumanagement, wie es g² anbietet, hat er auch nur einen Partner für die baulich konstruktiven Leistungen sowie für die Fachplanung in der technischen Gebäudeausrüstung.

Jahrestagung Arbeitskreis Baufachpresse

Schon 2014 konnte Jürgen Brandstetter (GF bei g²) als Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der Jahrestagung des Arbeitskreises Baufachpresse zum Thema „Können wir noch groß bauen?“ antworten, ja wir können. Wichtig sind, gewisse Voraussetzungen zu erfüllen, wie er unter anderem am Beispiel der Großbaustelle Europäische Zentralbank aufzeigen konnte. Eine maßgebliche Rolle spielt hierbei das Management der zahlreichen Abstimmungen an den Nahtstellen. Das Zusammenspiel von Verwaltung, Planer, Bauherren und ausführenden Firmen ist ausschlaggebend für den Erfolg.

Reformkommission des Bundesministeriums

2013 wurde die Reformkommission für Großprojekte vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ins Leben gerufen. 35 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Verbänden gingen der Frage auf den Grund, ob es strukturelle Defizite bei Planung und Umsetzung von Großprojekten in Deutschland sind, welche die Kosten explodieren lassen. Seit Ende Juni liegt nun der Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen vor.

Die zehn wichtigsten sind:

  1. Kooperatives Planen im Team
  2. Erst planen, dann bauen
  3. Risikomanagement und Erfassung von Risiken im Haushalt
  4. Vergabe an den Wirtschaftlichsten, nicht den Billigsten
  5. Partnerschaftliche Projektzusammenarbeit
  6. Außergerichtliche Streitbeilegung
  7. Verbindliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
  8. Klare Prozesse und Zuständigkeiten/Kompetenzzentren
  9. Stärkere Transparenz und Kontrolle
  10. Nutzung digitaler Methoden – Building Information Modeling (BIM)

Von der Bedarfsplanung bis zur Nutzung ist ein partnerschaftliches Zusammenwirken der Bauherren, der Planer, der Bauunternehmer, der Berater und der Nutzer notwendig. Grundvoraussetzung für das Gelingen und das Einhalten der Kosten ist eine gute Planung.

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